Rainbow Village

Taichung: Letzter Stopp in Taiwan

Meiner Meinung nach sind die interessantesten Ausflüge in und um Taichung die Wanderungen im Nationalpark, der Hafen, ein Besuch der „Wetlands“ (Spaziergang auf dem Meeresboden bei Ebbe) und Rainbow Village.

Allerdings ist die Stadt nach Taipeh und Kaohsiung die drittgrößte Taiwans und leider gibt es nur den Busverkehr. Das heißt im Klartext: Wenn euer Hotel im Stadtzentrum ist, so wie es bei uns der Fall war, seid ihr stundenlang unterwegs um irgendwo hin zu kommen.
Zu den Wetlands fährt der Bus (Nr. 309) etwa 1,5h – das Timing muss auch stimmen, da schließlich nicht den ganzen Tag Ebbe ist. Also habe ich mit Christian vereinbart, dass wir irgendwann einfach mal in der Nordsee watten gehen 😀
Schließlich haben wir uns für die einstündige Fahrt nach Rainbow Village entschieden! (Busnr. 27)

Rainbow Village in Taichung war eines der Dörfer, die damals für die aus China zurückkehrenden Soldaten und deren Familien aus billigem Material zusammengestellt wurden. Im Laufe der Jahre verschwanden diese Dörfer und deren Bewohner da die Regierung das Land an Baufirmen weiter verkaufte. Eines Tages hat Mr. Huang, einer der Veteranen, begonnen, das Dorf bunt zu bemalen. Es bekam mehr und mehr Aufmerksamkeit und wurde im Volksmund Rainbow Village getauft. Wegen des Verfalls sollte es 2010, wie alle anderen Veteranen-Dörfer, abgerissen werden aber eine Studenten-Protestaktion konnte Rainbow Village retten. Viele Touristen besuchen die restlichen bunten Mauern des Dorfes, welche nun durch die Regierung aufrecht erhalten werden.
Eintritt ist nicht zu zahlen, allerdings hat Mr. Huang einen kleinen Souvenir-Shop eröffnet.

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